02. Etappe: Von Strehla nach Bad Schmiedeberg

Tagesdistanz: 80 km, Gesamtdistanz: 152 km.

Heute bin ich erst um 18:00h am Campingplatz angekommen. Die Elberadler sind mindestens so kommunikativ wie die „Kerchebollebacher“. Erst wollten sie mich heute Morgen nicht losfahren lassen und dann hat mich unterwegs, bei gefühlt jeder Trinkpause, jemand angesprochen und gefragt wo es hingeht. Echt nett alle hier. Einmal ist ein Rennradler 15 km mitgefahren obwohl er sich ursprünglich eine ganz andere Richtung vorgenommen hatte. 👍🖖

Die blühenden Wiesen haben sich heute leider verabschiedet. Dafür hat sich auch der Wind verabschiedet. Eingetauscht habe ich sie in ganz viele kleine bäuerliche Dörfer mit viel „DDR-Charme“. Allerdings sehen die Äcker aus wie in Bayern.

Gleich nach dem Start gibt’s die erste Fährfahrt der Radlreise
Viele Alleen zwischen den Getreidefeldern
Aber hier und da auch mal ein Stückchen Wald
„DDR-Charme“, man achte auf Straßenschilder und Straßenbelag
Mit Blick auf’s Rathaus habe ich mir in Torgau ein Eis gegönnt.

01. Etappe: Von Dresden nach Strehla

Tagesdistanz: 72 km, Gesamtdistanz 72 km.

Gleich auf der ersten Etappe setzte mir heute kräftiger Gegenwind zu. Aber nach dem bisherigen Verlauf des Frühlings will ich nicht meckern. Oder nur kurz.

Der Strecke hat gehalten was mir die Elberadlweg-Fans versprochen haben. Aue an Aue. Fast die komplette Etappe bin ich durch Wiese gefahren. Bunt blühend. Die Landschaft sieht aus wie ein unendlicher grüner Teppich mit ein bisschen Fluß dazwischen.

Dresden verabschiedet mich …

… und Meißen begrüßt mich.

Auch einige Häuser in Meißen sehen aus wie aus Porzellan.
Das Meißener Eis ist aber echt und schmeckt wie anderswo.
Das ist der Fluß im grünen Teppich

Die Idee für 2024

Winterzeit ist Kreativzeit. Draußen ist es kalt, naß und dunkel. Es ist die beste Zeit um Ideen zu entwickeln und zu einem festen Vorhaben reifen zu lassen. Nachdem ich meine letzte Radlreise ins Archiv umgezogen habe gibt’s hier nun wieder Platz für neues.

Auf meinen bisherigen Radlreisen wurde mir der Elberadweg schon mehrfach wärmstens empfohlen. Also nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und riskiere mal eine Reise nach Norden. Den Mut brauche ich weil ich bisher ja ein verwöhnter „Südradlreisender“ war. Die Erzählungen handelten oft auch von ein paar Regentagen am Stück, auch im Sommer. Na ja, vielleicht habe ich ja Glück denn ich bin ja auch ein Engel auf Reisen. 😉

Entlang der Elbe von Dresden nach Hamburg und weiter nach Kopenhagen

Ich habe es mal wieder geschafft mein Schatzi davon zu überzeugen mich mit dem Auto zum Startpunkt zu fahren und auch am Ziel wieder abzuholen. Die alte Masche Start und Ziel in sehenswerte Städte zu legen funktioniert immer wieder auf’s Neue. So erspare mir das mühselige fahren mit der Bahn. Mit meinem vollbeladenen Tanker macht das wirklich kein Spaß. Mit ein bisschen Städte-Sightseeing hat auch mein Schatzi eine Entschädigung für ihre Mühen.


Der Ursprung des Elbe-Radweges liegt eigentlich im Riesengebirge in Tschechien. Aus besagten Gründen starte aber in Dresden. Immerhin werde ich nach vielen kulturell berühmten und sehenswerten Städten wie zB. Dessau, Meissen, Wittenberg, Magdeburg, Hamburg vorbeikommen. Mal sehen vielleicht schaffe ich es auch diesmal meine „Waschtage“ geschickt genug zu verteilen. Die Elberadweg-Fans erzählten mir auch von wunderschönen Landschaftsbildern, von der Idylle der Elbe-Auen und anderen unzähligen Eindrücken, die sich an den Ufern dieses schönen Flusses befinden sollen. Also gehe ich davon aus daß auch ich jede Menge Fotomotive finden werde. Ab Hamburg werde ich dann den Elbe-Radweg verlassen und in Richtung Kopenhagen abbiegen. Vor Jahren haben meine Familie und ich in Dänemark den schönsten Urlaub unseres Lebens – O-Ton meiner Kinder 😉 – verbracht. Mal sehen wie dieser Teil Dänemarks aus der Sicht des Radfahrers rüberkommt.

Für die geplante Strecke, ca. 1.100 km, ohne Irrungen und andere Exkurse, habe ich diesmal vier Wochen Reisezeit veranschlagt. Es gibt einfach zu viel sehenswerte Städte an denen ich nicht einfach nur vorbeifahren möchte. Letztes Jahr habe ich mich dahingehend etwas vertan und zu wenig „Guckpuffer“ eingeplant.

Nun wünscht mir Glück mit dem Wetter, auf das die Elberadfans die ich bisher kennengelernt habe damit unrecht haben.